Alles, was wir Reisenden gerne sagen würden, bevor sie die Straße verlassen und in die Dünen gehen — über Camp, Kamel, Kälte und Stille.
Erg Chebbi erhebt sich ohne Übergang aus einer flachen, felsigen Hochebene. Sie fahren zwei Stunden durch Steinwüste und kleine Dörfer, biegen in der Nähe von Merzouga ab, und plötzlich: Dünen, 150 Meter hoch, tiefes Orange vor blauem Himmel. Ein seltsamer erster Anblick — zu sauber, um natürlich zu sein, zu weit, um menschengemacht zu sein. Menschen verstummen immer in den ersten dreißig Sekunden.
Der Kamelritt. Das Kamel kniet für Sie nieder, Sie steigen auf, und das Kamel steht in zwei Phasen auf. Beide Phasen fühlen sich beim ersten Mal etwas beunruhigend an. Danach ist der Ritt langsam und gleichmäßig. Tempo etwa 4 km/h. Sie werden am nächsten Tag leichten Muskelkater im unteren Rücken haben. Wenn Sie nicht reiten möchten, bitten Sie um einen 4x4-Transfer zum Camp.
Das Camp. Standardcamps haben private geräumige Zelte mit echten Betten (keine Schlafsäcke) und ordentlicher Bettwäsche. Geteilte Sanitäranlagen — Toiletten mit Spülung, Waschbecken mit fließendem Wasser. Das Abendessen wird an einem niedrigen Tisch in einem zentralen Zelt serviert: Harira-Suppe, Tajine, frisches Brot, Früchte. Luxuscamps ergänzen private Zelte mit eigenem Bad, heißen Duschen, Strom und Gourmet-Essen.
Die Kälte. Von Dezember bis Februar fallen die Nächte auf 0-5°C. Sie brauchen eine warme Jacke, eine Mütze und einen Schal. Wir stellen Decken bereit, aber der Wüstenwind dringt durch sie hindurch. März-Mai und Oktober-November liegen bei 8-15°C — komfortabel mit einer warmen Schicht. Juni-September bleibt bei 18-25°C, auch um 4 Uhr morgens. Unterschätzen Sie den Winter nicht.
Die Stille. Das ist der Teil, auf den Sie niemand wirklich vorbereitet. Ohne Blätter, Insekten, Verkehr oder Strom ist die Wüste nachts die stillste Umgebung, die die meisten Stadtmenschen je erlebt haben. Ihre Ohren passen sich in einer Stunde an und beginnen, schwache Geräusche aufzunehmen — ein fernes Kamel, gleitenden Sand, den eigenen Puls. Erst zutiefst desorientierend, dann zutiefst friedlich.
Der Sonnenaufgang. Das frühe Aufstehen wert. Wir klopfen um 5:30 Uhr an Ihr Zelt. Sie besteigen die Düne hinter dem Camp — steiler, als sie aussieht. Vom Gipfel sehen Sie die Sonne hinter dem nächsten Dünenkamm erscheinen. Das ist das Foto, das Sie von Marokko in Erinnerung behalten werden.