Jenseits des Tajine-Klischees. Die Gerichte, die Marokkaner zu Hause wirklich essen — und wo Sie sie richtig bekommen.
Tajine, Couscous, Minztee — jeder Reiseführer listet sie. Die reichere marokkanische Küche verbirgt sich offen sichtbar an Familientischen und in kleinen Nachbarschaftsrestaurants.
1) Harira. Die Suppe des Ramadan, das ganze Jahr über gegessen. Tomatenbasis, Linsen, Kichererbsen, Lamm oder Rind, frischer Koriander, Zitrone. Brennend heiß serviert, mit dem Löffel gegessen und traditionell von Datteln und Chebakia (Sesam-Honig-Plätzchen) begleitet.
2) Pastilla. Phyllo-Teig geschichtet mit zerzupftem Huhn oder Taube, Mandeln, Eiern und mit Zimt und Puderzucker bestäubt. Süß und herzhaft zugleich. Die Fès-Version ist der Standard.
3) Méchoui. Langsam gebratenes ganzes Lamm, traditionell 4-5 Stunden in einem Grubenofen gegart, bis das Fleisch vom Knochen fällt. Salz ist das einzige Gewürz. Die Mechoui-Gasse abseits des Jemaa el-Fnaa in Marrakesch macht es sehr gut.
4) Tajine — aber die richtige. Huhn mit eingelegter Zitrone und Oliven ist der Klassiker. Kefta (Hackbällchen) in Tomatensoße mit darüber aufgeschlagenen Eiern ist das Mittagessen des Arbeiters. Lamm mit Pflaumen, Mandeln und Zimt ist das Hochzeitsgericht.
5) Couscous. Traditionell freitags gegessen. Dreimal über einer Brühe aus Fleisch und sieben Saisongemüsen gedämpft. Familienstil serviert. Leicht, geschichtet, das Gegenteil der trockenen, schnell gekochten Version, die die meisten Europäer kennen.
6) Zaalouk. Smoky aubergine and tomato salad, mashed slightly, eaten cold or warm with bread.
7) Msemen und Amlou. Quadratische marokkanische Pfannkuchen (Msemen), gefaltet und in Butter gebraten, zum Frühstück mit Amlou gegessen — eine Paste aus gerösteten Mandeln, Arganöl und Honig, beheimatet in der Souss-Region bei Agadir.